SERPENTINAS ENGELBILDER

Mi

22

Okt

2008

Froschschenkel und Bierteig

Zürich in den 30er Jahren

Ich habe die untenstehende kleine Bildergeschichte gezeichnet nach Schilderungen meines Vaters.

Er erzählte oftmals über die Essgewohnheiten in seiner Familie.

Sie wohnten im Kreis 5 in Zürich (Chreis Cheib oder Scherbenviertel genannt).

Wie viele andere in diesem Wohnviertel auch, waren sie arm. So kam es öfters vor, dass man überlegen musste, wie man sich etwas zum Essen besorgen konnte.

Da wurde auf dem Fensterbett eine Taubenfalle gestellt, in der Limmat gefischt, Pilze oder auch Schnecken gesucht. Oder eben, wie im Comic, Frösche im Riedt mit dem roten Maibändel angelockt und gefangen.

 

Comic Froschschenkel

Froschschenkel sind heute kein Armenfood mehr! Snobs behaupten, dass die zarten Schenkelchen am besten schmecken würden, wenn diese den armen Tieren bei lebendigem Leib abgeschnitten würden.

Das finde ich ziemlich daneben und lass mal das Froschschenkelrezept meiner Grossmutter schön beiseite! Damals wurden die armen Viecher wenigstens sofort getötet!

 

Es gibt so viel Anderes, welches sehr lecker schmeckt, in einer knusprig ausgebackenen Bierteighülle.

Sie können unzählige Köstlichkeiten in das zarte Teiglein tauchen:

Knapp bissfest blanchierte Spargel- oder Schwarzwurzelstangen, kurz bissfest gekochte Broccoli- und Blumenkohlröschen, Salbeiblätter, Champignons, Auberginenscheiben, gekochtes Hähnchenfleisch, rohe Fischstückchen oder geschälte grosse Crevetten. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf

 

Zutaten für den Bierteig (4 Pers.):
250 g  Mehl
2 dl Bier
3 Eier, Eigelb und Eiweiss getrennt
Salz
Mehl zum Bestäuben
Erdnussöl zum frittieren

 

Mehl, Eigelb, Salz und Bier in eine Schüssel geben und mit dem Rührbesen intensiv klopfen, bis der Teig Blasen wirft. Das Eiweiss steif schlagen und behutsam unter den Teig ziehen.

Ausbacken:
Die Zutaten sparsam im gesalzenen Mehl wenden und in den Bierteig tauchen. Danach im Erdnussöl bei 180 °C frittieren, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.

 

Dazu passt eine Sauce aus Natur-Joghurt welches mit Salz und einer durchgepressten Knoblauchzehe verfeinert wurde.

Diese Knoblauchjoghurt-Sauce kann noch verfeinert werden mit Mayonnaise,  Sambal-Oelek  und Sesampaste. Dann schmeckt sie ganz besonders gut  zu Fisch und Crevetten!

 

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